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Der kategorische Imperativ – Gemeinsamkeit aller Weltreligionen

2009/09/08

Ich betrachte mich selbst als Agnostiker. Und betrachtet man sich die fundamentalen ethischen Grunsätze der großen Weltreligionen und der Philosophie, so scheinen Kriege und auch nur Konflikte zwischen diesen Weltanschauungen in großer Linie irrational: Der bekannte kategorische Imperativ Kants „Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne“ findet sich in allen Weltreligionen:

„Man sollte sich gegenüber anderen nicht in einer Weise benehmen, die für einen selbst unangenehm ist; das ist das Wesen der Moral.“ Mahabharata (Hinduismus)

„Gleichgültig gegenüber weltlichen Dingen sollte der Mensch wandeln und alle Geschöpfe in der Welt behandeln, wie er selbst behandelt sein möchte.“ Sutrakritanga (Jainismus)

„Was du selbst nicht wünschst, das tue auch nicht anderen Menschen an.“ Konfuzius (Konfuzianismus)

„Ein Zustand, der nicht angenehm oder erfreulich für mich ist, soll es auch nicht für ihn sein; und ein Zustand, der nicht angenehm oder erfreulich für mich ist, wie kann ich ihn einem anderen zumuten?“ Buddha nach Samyutta Nikaya V (Buddhismus)

„Tue nicht anderen, was du nicht willst, dass sie dir tun.“ Rabbi Hillel (Judentum)

„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen!“ Jesus (Christentum)

„Keiner von euch ist ein Gläubiger, solange er nicht seinem Bruder wünscht, was er sich selber wünscht.“ Mohammed (Islam)

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6 Kommentare

  1. klingt wie die gute alte spiegelphilosophie …


  2. Was ist das denn?


    • Die philosophie der spiegel, besagt das wir alle ein und dieselbe person sind. Also ist es nur allzu verständlich dass man dieser person wünscht was man sich selber wünscht :)


  3. Wie wäre es mit Albert Schweitzers „Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben“? Neben Kategorischem Imperativ kommt noch Jesus-Ethik und Nietzsches Willens-Philosophie hinzu, und schon kommt ein Satz heraus, der gar nicht imperativisch ist, aber nach fast hundert Jahren immer noch bedenkenswert ist.
    „Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“


  4. Hm Nietzsche… ich weiß ja nicht…
    Hat dieser Satz denn überhaupt diese Bedeutung?

    Das entscheidende ist für mich ja, dass alle großen religiösen und philosophischen Bewegungen die gleiche ethische Grundaussage haben.


  5. Der Satz bedeutet, was er bedeutet ;) Schweitzer meinte, den Schlüssel für alle Ethik gefunden zu haben…
    Da er seine Ethik bis Anfang der 20er entwickelte, ist er wohl ein unverdächtiger Zeuge.



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